Rückblick: Ein Kongress des guten Lebens

Was ist eigentlich ein gutes Leben? Mit dieser Frage begann Freitagabend der GWÖ-Kongress "Aufbruch zum guten Leben". Unterstützt von der genialen Musik von Siruan Darbandi (Ukulele) und Elisabeth Reiter (Geige) wurden zahlreiche Antworten gefunden. Viele davon konnten unmittelbar umgesetzt werden - z.B. Verbundenheit, gelingende Beziehungen, Fülle und Feiern, aber auch Freiheit, Stille, Zeit und Respekt oder gutes, regionales und biologisches Essen und Trinken.

Bei den neun Workshops am Samstag bekamen die Teilnehmer*innen Einblicke in Felder, in denen sie selbst ein gutes Leben mitgestalten können. Themen waren die Solidarische Landwirtschaft, das Gestalten mit den eigenen Händen, neues Unternehmertum am Beispiel einer Bio-Imkerei, der Umgang mit Plastik, der eigene Garten, alternative Lebensmittelnetzwerke, die Gestaltung des Wohnraums, das gute Leben als Unternehmer*in und die Kraft der Stille.

Höhepunkt war am Samstagabend die Konzertlesung mit Alberto Acosta (ehemaliger Präsident der Verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador) und der deutsch-lateinamerikanischen "Grupo Sal". Acosta erzählte von den Schwierigkeiten, das indigene Prinzip des "Sumak Kawsay" (= gutes Leben) tatsächlich in die gelebte Praxis zu bringen, hob aber drei Eckpunkte hervor, die in der heutigen Zeit oft fehlten: 1. die Verbundenheit mit anderen Menschen, 2. die Verbundenheit mit der Natur und 3. die Spiritualität. Anschließend wurde noch bis tief in die Nacht hinein mit biologischen Cocktails das gute Leben gefeiert.

Beim abschließenden "Open Brunch" am Sonntag ging es um weitere Schritte, um das gute Leben auch bei uns zu fördern - dabei entstanden viele Ideen und Vernetzungen, die eine Umsetzung in den nächsten Monaten ermöglichen. Ganz nebenbei wurden auch noch die kulinarischen Reste vom Samstag optimal verwertet.

Insgesamt machte der Kongress spürbar, was es bedeutet, wenn die GWÖ-Werte Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Demokratie in einer guten Balance aus Freiheit und Verbundenheit gelebt werden. Dazu trugen auch die Teilnehmer*innen bei, die nicht nur konsumierten, sondern bei Bedarf auch anpackten.

Ermöglicht wurde all das durch ein starkes Organisationsteam, das miteinander spätestens vor Ort alle Probleme lösen konnte. Das positive Feedback der Teilnehmer*innen und die vielen entstandenen Netzwerke sind Resultat der unermüdlichen Arbeit der Organisator*innen Gilsa Hausegger, Karin Magometschnigg, Anna Noe-Just, Christian Kozina, Robert Rösler, Jo Knabl Gschiel, Nuria Karimi, Christina Korak und Peter Allmer sowie der Helfer*innen Ernestine Ferbas, Oskar Gelinek, Martin Kolaritsch und Christian Heuegger-Zirm.

Danke an alle, die zu diesem wunderbaren Wochenende beitrugen!